Landschaftsformen - Düne

      Größte Düne der Welt in der Namib-Wüste

      Düne in Marokko

      Wanderdüne in Deutschland (Nordsee)

         

        Eine Düne besteht aus Sand, der vom Wind angeweht und abgelagert wird. Die Bildung von Dünen setzt das Vorhandensein von Sand und das Fehlen von Pflanzen voraus. Wird der Sand gleichmäßig wie eine Decke aufgeweht, nennt sich das Flugsand. Die Großform dieser Sandablagerung nennt man Düne, die sogar ziemlich mächtig werden kann. Kleine oder winzige Dünen nennt man Rippeln, weil sie nur wenige Zentimeter in die Höhe „wachsen“. Durch den Wind verändern sie ständig ihre Form. Bis auf wenige Ausnahmen wandern sie auch, doch wie schnell und „wohin“ hängt von der jeweiligen Windrichtung und Windstärke ab.

        Die Küstendüne ist mit dem Flachland verbunden.

        Der Sand wird durch den Wind vom Strand herangeweht. Der stammt ursprünglich aus dem Meer. Je nach der Entwicklung der Vegetation im Hinterland des Strandes können unterschiedliche Dünentypen entstehen.

        Die Binnendüne hatte sich ursprünglich im kalten Tundraklima während der letzten, ausklingende Wechseleiszeit gebildet.

        Die Sicheldüne, auch als Barchan bezeichnet, ist die häufigste Dünenform. Sie kommt nur bei sehr trockenem Klima vor. Ihre Entstehung geht auf die Wirbelbildung zwischen den Dünenkämmen zurück. Zu beiden Seiten, den Sichelenden, fällt die Dünenkammhöhe ab.

        Reihendünen oder Transversaldünen entstehen, wenn sich mehrere Sicheldünen vergittern. Dies geschieht bei wechselnden Windrichtungen. Dieser Prozess wird durch die Bildung von Salztonflächen am Fuße der Dünen begünstigt. Da Salze Feuchtigkeit speichern, werden sie in ihrer Bewegung gehemmt.


        Die Parabeldüne auch Bogendüne genannt, ist  teilweise sogar bewachsen. Der pflanzenleere Dünenmittelteil zieht schneller voran als die Schenkel, die dem Hauptkamm nicht folgen können, weil sie dort durch Wachstum wie z.B. Heidekraut festgelegt werden. Parabeldünen entstehen in Regionen, wo es regelmäßig regnet

        Die Längsdünen sind kilometerlange Sandwälle, die vor allem im Westen der Sahara vorkommen. Sie werden durch die starken, konstant in eine Richtung wehenden Passatwinde gebildet.

        Die Kreuz- oder Sterndünen entstehen durch jahreszeitlich sich ständig verändernde Hauptwindrichtungen. Sie können unter Umständen mehrere 100 Meter hoch werden. Auch diese kommen in der Sahara vor. Diese Düne wandert nicht. Durch den Wind wird ständig der Sand umgeschichtet.


        Die Draa-Dünen sind Megadünen mit stabilen Kämmen und manchmal sind sie älter als die letzte Eiszeit.

         

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